Von 1976 bis 2026: 50 Jahre Batterietechnologie bei Jauch

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Vom Marktzugang zum technologisch führenden Lösungsanbieter für Lithium-Batterien: Entwicklung, Zertifizierung und Produktion aus einer Hand.

1976 steigt Jauch in das Batteriegeschäft ein – mit der Übernahme der Vertretung für die Renata AG, einem Schweizer Knopfzellenhersteller für elektronische Anwendungen. Damit startet der Vertrieb von Batterien – zunächst mit klarer Fokussierung auf Standardprodukte und den europäischen Markt.

In den folgenden Jahrzehnten entwickelt sich der Batteriebereich bei Jauch konsequent weiter: vom reinen Vertrieb hin zum technologisch fundierten Lösungsanbieter mit eigener Entwicklungskompetenz, internationaler Lieferantenstruktur und wachsendem Engineering-Know-how. Heute ist der Batteriebereich – neben den frequenzgebenden Bauteilen – ein zentrales Standbein der Jauch-Gruppe in einem dynamischen Marktumfeld.

2026 steht Jauch für 50 Jahre Erfahrung in der Batterietechnologie: Jauch begleitet Kunden heute über den gesamten Entwicklungsprozess hinweg – von der Auslegung individueller Batteriesysteme über die Erstellung erster Prototypen bis hin zu Tests und Zertifizierung für unterschiedliche Branchen und Märkte sowie der Serienfertigung des Akkupacks. Dabei fokussiert sich das Unternehmen auf die Lithium‑Batterietechnologie und ist spezialisierter Anbieter mit einem breiten, aber sehr spezialisierten Portfolio an Lithium-Zellen (Hochtemperatur-Zellen, CR-Zellen mit spezifischem Einsatzbereich, alle gängigen ER- und CR-Rund- und Knopfzellen, FR03- und FR6-Zellen für den Eins-zu-eins-Austausch von Alkaline-Zellen mit verbesserter Performance und Lebensdauer). Das umfangreiches SAP-gestützte Lager an Standard‑Lithium‑Batterien in Villingen-Schwenningen gewährleistet eine hohe Verfügbarkeit und kurze Lieferzeiten.

Ein Blick auf die wichtigsten Meilensteine zeigt, wie sich die Batterietechnologie bei Jauch über fünf Jahrzehnte entwickelt hat und welche technologischen, organisatorischen und prozessseitigen Kompetenzen den Batteriebereich heute prägen.

Meilensteine im Überblick

  • 1976 – Start des Batteriegeschäfts:
    Jauch wird Vertreter der Renata AG (Schweizer Knopfzellenhersteller) und beginnt mit dem Batterievertrieb. In den darauffolgenden Jahren: Ausbau der Generalvertretung und schrittweise Internationalisierung des Batteriegeschäfts
  • 1998 – Frühes Engagement im Recycling:
    Jauch wird eines der ersten Mitglieder im GRS Batterien
  • 2003 – Strategischer Ausbau:
    Erweiterung des Portfolios, Aufbau internationaler Lieferantenstrukturen und eigenem Batterie-Fachpersonal, Beginn intensiver Asien-Aktivitäten mit direkten Beteiligungen, Produktionslinien und Auditierungen
  • 2004 – Aufbau eigener Infrastruktur:
    Gründung der Batterie-Niederlassung Schweiz, Einführung eigener Schweißtechnologie für Knopfzellen und Start eines Testzentrums für Zellen und Batterien in Villingen-Schwenningen
  • 2005 – Internationalisierung und Erweiterung:
    Ausbau globaler Vertriebsstrukturen über eigene Tochtergesellschaften in Frankreich, UK und USA sowie Erweiterung des Netzwerks durch internationale Vertreter;
    Inbetriebnahme einer Tiefziehmaschine zur Herstellung von Knopfzellen‑Blisterverpackungen sowie erfolgreiche Markteinführung von 3,6V‑Lithium‑Thionylchlorid‑Zellen (Li‑SOCl₂) im europäischen Markt
  • 2006 – Beginn der Inhouse‑Produktion von Private‑Label‑Blisterverpackungen für Hörgerätebatterien in Villingen-Schwenningen
  • 2007 – Einstieg in das Custom-Business: erste kundenspezifische Lithium-Ionen- und Lithium-Polymer-Batteriepacks
  • 2008 – Sichtbarkeit am Markt: erster eigenständiger Messeauftritt der Batteriesparte während der Messe electronica in München
  • 2012 – Industrialisierung:
    Aufbau einer Assemblierungslinie für Batteriepacks in Villingen-Schwenningen; Status „bekannter Versender“ für sichere Lieferkette von Batterien in der Luftfracht
  • 2013 – Offizieller Verpacker und Versender für Gefahrgut Klasse 9 (Kategorie für transportgefährliche Güter wie Lithium‑Batterien)
  • 2015 – Entwicklung und Programmierung von Batterie-Management-Systemen
  • 2017 – Aufbau eines Testzentrums für die Durchführung von UN38.3 Transporttests
  • 2019 – Markteinführung der Batterie-Eigenmarke „Jauch“;
    Start der Jauch-Academy mit Seminaren zur Batterietechnologie
  • 2022 – Erweiterung der Prüfkompetenz für IEC62133-2 als CTF in Zusammenarbeit mit einem akkreditierten CB-Labor
  • 2024 – Bauliche Erweiterung des bestehenden eigenen Test- und Zertifizierungszentrums für Zellen und Batterien; Umstellung der Produktion von Lithium-Batteriepacks in Villingen‑Schwenningen auf automatisiertes Schweißen und eine Lean-Management‑basierte Fließfertigung; erste Prototypen
  • 2025 – Vollständige Umstellung der gesamten Akkupack-Assemblierung gemäß Lean-Management
  • 2026 – 50 Jahre Batterietechnologie bei Jauch:
    kontinuierlicher Kompetenzaufbau vom Markteintritt hin zur kompletten Begleitung von Kundenprojekten entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Einordnung und Ausblick

Sönke Zacher, Leiter des Batterie‑Projektmanagements bei Jauch und seit über 25 Jahren im Unternehmen, ist von Beginn an im Batteriebereich tätig und verbindet technische Erfahrung mit regulatorischem Know-how als Jurist. Er beobachtet insbesondere die steigende Komplexität in der Entwicklung kundenspezifischer Batteriesysteme:
„Die Anforderungen an kundenspezifische Akkupacks werden kontinuierlich komplexer – durch Miniaturisierung bei gleichzeitig hohen Leistungsanforderungen sowie durch zunehmende regulatorische Vorgaben, insbesondere aus der EU. Diese Entwicklungen haben wir im Blick, lassen sie in unsere Projekte einfließen und geben dieses Wissen im Rahmen der Jauch‑Academy an Kunden weiter – mit dem Ziel, gemeinsam schneller zur optimal passenden Batterielösung zu gelangen.“

Timo Schmidt, Mitglied der Geschäftsleitung und seit 25 Jahren bei Jauch, hat seine Laufbahn ebenfalls im Batteriebereich begonnen und dessen Entwicklung maßgeblich begleitet. Auch an den ersten Messeauftritt „der Batterien“ während der electronica 2008 erinnert er sich gut. Heute blickt er insbesondere auf die strategische Bedeutung der Batteriesparte:
„Wir sind stolz darauf, dass sich der Batteriebereich zu einem festen und dynamisch wachsenden Standbein der Jauch‑Gruppe entwickelt hat. Der kontinuierliche Aufbau von Know-how – kombiniert mit eigener Entwicklung, Qualifizierung und Produktion – bildet heute die Grundlage für unser nachhaltiges Wachstum.“