Ein Preis, der unsere Entwicklungsstärke sichtbar macht
Ende Januar durfte Jauch im Rahmen des Innovationspreises der Sparkasse Schwarzwald‑Baar in Kooperation mit der Hochschule Furtwangen University (HFU) den Sonderpreis entgegennehmen – eine Auszeichnung, die unsere Entwicklungsleistung im Bereich hochspezialisierter Batterietechnologie würdigt. Prämiert wurde unsere vollständig amagnetische Lithium‑Polymer‑Batterie, die wir in enger Kooperation mit dem Hamburger Medizintechnikunternehmen northh medical für das diagnostische System „smart sync“ entwickelt haben. Die Batterie wird im MRT zur frühzeitigen Erkennung von Herzfehlern bei ungeborenen Kindern eingesetzt – eine Innovation mit echter Wirkung: Sie verbessert die Bildqualität, erhöht die diagnostische Sicherheit und gibt werdenden Eltern mehr Gewissheit.
Warum gerade hierfür der Sonderpreis vergeben wurde
In seiner Laudatio hob Prof. Dr. Frank Kramer (HFU) besonders hervor, dass diese Entwicklung nicht nur technisch anspruchsvoll ist, sondern vor allem einen konkreten medizinischen Nutzen erzeugt: Sie ermöglicht zuverlässigere Diagnosen in einer extrem sensiblen Phase der Schwangerschaft. Genau diese Verbindung aus technologischer Tiefe und unmittelbarem Nutzen für die klinische Praxis war ausschlaggebend dafür, dass die Jury den Sonderpreis an Jauch vergab.

Was macht diese Batterie so besonders? – Ein Blick hinter die Technologie
Eine Batterie im MRT? Nur wenn sie wirklich vollständig amagnetisch ist.
Genau das war der Knackpunkt – und der Grund, warum herkömmliche Batterien nicht in Frage kamen. Selbst kleinste magnetische Bestandteile könnten Bauteile anziehen oder Messungen im starken Magnetfeld verfälschen.
Unsere Lösung: eine komplett amagnetisch konstruierte Lithium‑Polymer‑Batterie – von der Zellchemie bis zur Elektronik.
Technische Besonderheiten in Kürze:
- Kein Nickel, keine magnetischen Ableiter
Statt Nickel-Ableitern kommt speziell prozessiertes Kupfer zum Einsatz. - Neuentwickelte Fertigungs- und Schweißtechniken
Unter anderem das Verschweißen von Kupferableitern mit Aluminiumfolie – ein Prozess, der in dieser Form neu entwickelt wurde. - Amagnetische Elektronik
MOSFETs, Widerstände, Leiterbahnen – alles wurde so gewählt und aufgebaut, dass keinerlei magnetische Reaktionen auftreten. - Hohe Energiedichte + kompakte Bauform
Eine Kombination, die es bislang in vollständig amagnetischer Form so nicht gab. - Zertifizierungen erfüllt
IEC 62133 und UN 38.3 – trotz völlig neuer, amagnetischer Materialien und Prozesse.
Damit ermöglicht die Batterie erstmals den sicheren, störungsfreien Betrieb eines tragbaren Doppler-Ultraschallmoduls direkt im MRT. Das ist entscheidend für klarere Aufnahmen des fetalen Herzens und eröffnet neue Wege in der pränatalen Diagnostik und der bildgebenden Medizin.

Entwicklungsleistung: Ein Team, das Innovation lebt
Eine solche Innovation entsteht nicht im Alleingang.
Unser ausgezeichnetes Projekt ist das Ergebnis eines interdisziplinären Teams aus:
- Entwicklungsingenieuren
- Elektronik- und Safety‑Spezialisten
- einem promovierten Chemiker
Über viele Monate hinweg haben sie Materialkombinationen analysiert, neue Fertigungsprozesse etabliert und unzählige Prüfungen durchgeführt. Diese Ausdauer und technische Präzision wurden nun mit dem Sonderpreis gewürdigt.
Doch die ausgezeichnete Batterie ist nur ein Beispiel für das, was unser Team in der Batterie-Entwicklung leistet:
- kundenspezifische Zell- und Battery‑Pack‑Entwicklung
- komplexe Schutzschaltungen
- Erstellung von Prototypen im eigenen Musterbau
- Umfangreiche Tests im Jauch‑Test‑ und Zertifizierungszentrum für Zellen und Batterien
- Betreuung bis zur Zertifizierung und Serienreife
Gerade diese Kombination aus Engineering, Materialexpertise und Prüftechnik ist ein Alleinstellungsmerkmal unserer Batterieentwicklung.
Was bedeutet die Auszeichnung für uns?

Natürlich ist ein Innovationspreis eine schöne Bestätigung – aber noch wichtiger ist das Signal dahinter:
Unsere Entwicklungen leisten einen konkreten Beitrag zur Medizintechnik und können im Zweifel das Leben eines Neugeborenen retten oder entscheidende Therapieentscheidungen ermöglichen.
Gleichzeitig zeigt die Auszeichnung, welche Innovationskraft in mittelständischen Unternehmen steckt – und wie viel in interdisziplinärer Zusammenarbeit entstehen kann.


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